Kurtaxe und Servicepauschale: Angebliche Doppelbuchung führt in Phishing-Falle
Kurzfassung
Warum wird gewarnt?
Diese Warnung wurde aufgenommen, weil sie auf einer Meldung von Watchlist Internet beruht. Sie soll andere Nutzerinnen und Nutzer vor dieser Betrugsmasche schützen. Das eingestufte Risiko ist erhöht.
So funktioniert die Betrugsmasche
- Die Phishing-Mail landet im Postfach – Betreff nennt eine angebliche Doppel-Berechnung von Kurtaxe und Servicepauschale zu einer echten Buchung.
- Die Nachricht enthält echte Buchungsdetails wie Hotelname und Aufenthaltsdauer, was sie auf den ersten Blick seriös wirken lässt.
- Ein Klick auf den Button oder ein Scan des QR-Codes im Anhang leitet das Opfer auf ein gefälschtes Portal, das den Hotelaufenthalt korrekt abbildet.
- Das Opfer soll auf einer gefälschten Seite aus einer langen Liste österreichischer Banken die eigene Hausbank auswählen.
- Über einen gefälschten Onlinebanking-Login werden Benutzername und Passwort des Opfers abgegriffen.
- Das Opfer wird aufgefordert, einen Code einzugeben, um die angebliche Rückerstattung freizugeben.
- Tatsächlich autorisiert dieser Code eine Überweisung/Abbuchung, die direkt bei den Kriminellen landet.
Woran erkennt man sie?
- Unerwartete Mail zu einer angeblich doppelt berechneten Kurtaxe/Ortstaxe und Servicepauschale, obwohl kein Anlass besteht
- Im Betreff steht eine konkrete Buchungsnummer (z. B. „5575485669 – mit unserer Entschuldigung“), die Mail ist aber unaufgefordert
- Mail enthält einen Button („Rückerstattung bestätigen“) und/oder einen PDF-Anhang „Erstattungsnachweis“ mit QR-Code
- Absendername wirkt wie das Hotel, die tatsächliche Absenderadresse passt aber nicht zum Betrieb
- Link führt auf eine Seite, auf der Impressum, AGBs und andere Links fehlen oder nicht funktionieren
- Aufforderung, sich über die Mail/den Link ins Onlinebanking einzuloggen, obwohl die Domain nicht zur echten Bank gehört (z. B. Sub-Domain von yukangcc.com)
- Eingabe eines Codes, der angeblich eine Rückerstattung freigibt – tatsächlich autorisiert er eine Abbuchung
- Unpersönliche Anrede und Zeitdruck
So schützt du dich
- Rufe das echte Hotel unter der dir bekannten Telefonnummer an und frage direkt nach, ob die Rückerstattung wirklich stimmt.
- Klicke nicht auf den Button in der Mail und scanne den QR-Code im Anhang nicht.
- Logge dich nie über einen Link aus einer Mail ins Onlinebanking ein – gib Login-Daten nur direkt über die dir bekannte Bank-Adresse oder App ein.
- Falls du bereits Daten eingegeben hast: Ändere sofort das Passwort für dein Onlinebanking, informiere deine Bank und beobachte dein Konto genau.
- Erstatte Anzeige bei der Polizei, zum Beispiel über die Online-Anzeige deines Bundeslandes oder persönlich auf einer Polizeidienststelle.
- Bleib wachsam: Da die Kriminellen deine Kontakt- und Bankdaten haben könnten, ist ein erneuter Kontaktversuch mit einer anderen Masche möglich.
Was du auf keinen Fall tun solltest
- Keine Login-Daten, Benutzernamen oder Passwörter auf der verlinkten Seite eingeben.
- Keinen TAN-, SMS- oder Freigabe-Code zur angeblichen Rückerstattung eingeben.
- Nicht auf die Mail antworten, den Button klicken, den Anhang öffnen oder den QR-Code scannen.
- Nicht aus Unsicherheit einfach „zur Sicherheit“ einen Betrag zurücküberweisen oder eine Forderung akzeptieren.
- Die Sache nicht auf sich beruhen lassen, falls du bereits Daten eingegeben hast – Bank und Polizei müssen informiert werden.
Häufige Fragen
Muss ich zahlen oder etwas zurückerstatten lassen?
Nein. Wenn du nicht auf den Button oder den QR-Code geklickt und keine Daten eingegeben hast, musst du nichts tun. Bei Unsicherheit hilft dir die Verbraucherzentrale oder ein Anruf beim Hotel weiter.
Was soll ich tun, wenn ich meine Onlinebanking-Daten schon eingegeben habe?
Ändere sofort das Passwort für dein Onlinebanking, informiere umgehend deine Bank und beobachte dein Konto genau. Erstatte zusätzlich Anzeige bei der Polizei. Im Ernstfall kann die Bank den Zugang zum Onlinebanking sperren.
Woher haben die Betrüger meine Buchungsdaten?
Laut Watchlist Internet stammen die echten Buchungsdaten vermutlich aus einem Datenleck bei booking.com. Auch deine Kontaktdaten können so in die Hände der Kriminellen gelangt sein.
Wie erkenne ich, ob die Mail echt ist?
Eine seriöse Rückerstattung kommt nicht ungefragt per Mail mit einem Login-Link. Prüfe Absenderadresse und Linkziel genau und frage im Hotel unter einer dir bekannten Nummer nach, statt Links in der Mail zu nutzen.
Werden sich die Kriminellen nochmal bei mir melden?
Das ist möglich. Da die Betrüfer deine Kontakt- und möglicherweise Bankdaten haben, können sie es mit einer anderen Masche erneut versuchen. Bleib wachsam und prüfe ungewöhnliche Nachrichten gründlich.
Betroffene Daten
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Originalquelle
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Watchlist Internet ↗Aktualisierungshistorie
- 2.10.2026Beschreibung aktualisiert
- 29.9.2026Warnung aus offizieller Quelle aufgenommen