Pensionsleistung genehmigt: 723-Euro-Versprechen ist Phishing
Kurzfassung
Warum wird gewarnt?
Diese Warnung wurde aufgenommen, weil sie auf einer Meldung von Watchlist Internet beruht. Sie soll andere Nutzerinnen und Nutzer vor dieser Betrugsmasche schützen. Das eingestufte Risiko ist erhöht.
So funktioniert die Betrugsmasche
- Erhalt einer E-Mail, die behauptet, die Pensionsleistung für 2025 sei genehmigt worden.
- Es wird eine konkrete Auszahlung von 723 Euro für den kommenden Monat in Aussicht gestellt.
- Empfänger:innen werden aufgefordert, einen Link anzuklicken und dort ihre Bank auszuwählen.
- Der Link führt auf eine gefälschte Seite, die Bankdaten abgreift.
- Die erbeuteten Daten werden für weitere Betrugsversuche genutzt, etwa für Anrufe angeblicher Bank- oder Behördenmitarbeiter:innen, die ungewöhnlich viel über die Betroffenen wissen.
- Im schlimmsten Fall wird mit den Daten Geld von den Konten der Betroffenen abgebucht.
Woran erkennt man sie?
- Unerbetene E-Mail mit der Behauptung, eine Pensionsleistung sei genehmigt worden.
- Versprechen einer konkreten Auszahlung von 723 Euro als Sonderzahlung.
- Aufforderung, über einen Link die eigene Bank auszuwählen, damit die Überweisung erfolgen kann.
- Der angezeigte Absendername klingt seriös, die tatsächliche E-Mail-Adresse hat aber nichts mit der Pensionsversicherung zu tun.
- Die Pensionsversicherung verschickt grundsätzlich keine Auszahlungsinformationen per E-Mail oder SMS und fragt keine Bank- oder persönlichen Daten darüber ab.
- Unpersönliche Anrede und Zeitdruck
- Link auf eine externe Anmeldeseite
- Rechtschreib- oder Grammatikfehler, abweichende Absenderadresse
So schützt du dich
- Plausibilität prüfen: Haben Sie überhaupt einen Pensionsantrag gestellt? Passt der genannte Betrag zu Ihrer Situation?
- Keine Links in der Nachricht anklicken, sondern Internetseiten stets selbst im Browser aufrufen.
- Absender genau prüfen: Entscheidend ist die tatsächliche E-Mail-Adresse hinter dem angezeigten Namen, nicht der Name selbst.
- Falls Sie den Link angeklickt und Daten eingegeben haben: sofort die Bank kontaktieren und gegebenenfalls Karten oder Konten sperren lassen.
- Wichtige Passwörter und Zugangsdaten ändern und bei weiteren Anrufen oder Nachrichten besonders misstrauisch sein.
- Falls bereits Geld verloren wurde: Anzeige bei der Polizei erstatten.
Was du auf keinen Fall tun solltest
- Nicht auf den Link in der Nachricht klicken.
- Keine Bankdaten oder persönlichen Daten auf der verlinkten Seite eingeben.
- Sich nicht allein vom angezeigten Absendernamen täuschen lassen, sondern immer die echte Absenderadresse kontrollieren.
- Bei Folgeanrufen, die verdächtig viel über Sie wissen, keine weiteren Angaben machen.
- Angebliche Forderungen oder Auszahlungsversprechen nicht ungeprüft akzeptieren oder Zahlungen auslösen.
Häufige Fragen
Muss ich jetzt reagieren, wenn ich eine solche Mail bekommen habe?
Nein. Die Pensionsversicherung versendet keine Auszahlungsbescheide per E-Mail. Antworten Sie nicht, klicken Sie keinen Link an und löschen Sie die Mail. Bei Unsicherheit können Sie sich an die Verbraucherzentrale wenden.
Ich habe auf den Link geklickt, aber keine Daten eingeben. Bin ich trotzdem gefährdet?
Dass Ihre Mailadresse oder Ihr E-Mail-Postfach aktiv ist, haben Sie damit bestätigt. Es besteht ein erhöhtes Risiko für weitere Spam- oder Phishing-Versuche. Seien Sie besonders wachsam und ändern Sie vorsichtshalber wichtige Passwörter.
Ich habe meine Bankdaten eingegeben. Was muss ich jetzt tun?
Kontaktieren Sie sofort Ihre Bank, lassen Sie betroffene Karten oder Konten sperren und ändern Sie Zugangsdaten zu Ihrem Online-Banking. Erstatten Sie zudem Anzeige bei der Polizei, falls bereits Geld fehlt.
Woher wissen die Betrüger überhaupt meine E-Mail-Adresse?
Adressen werden häufig aus Datenlecks, öffentlichen Quellen oder durch automatisierte Ausprobier-Methoden gesammelt. Dass Sie eine solche Mail erhalten, heißt nicht, dass Ihr PC gehackt ist.
Wie erkenne ich, ob eine Nachricht wirklich von der Pensionsversicherung kommt?
Die Pensionsversicherung fordert weder per E-Mail noch per SMS dazu auf, persönliche Daten oder Bankdaten einzugeben. Rufen Sie im Zweifel die offizielle Webseite selbst im Browser auf und nutzen Sie dort nur die dort angegebenen Kontaktwege.
Betroffene Daten
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Originalquelle
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Watchlist Internet ↗Aktualisierungshistorie
- 10.10.2026Beschreibung aktualisiert
- 9.10.2026Warnung aus offizieller Quelle aufgenommen