🛡️ netzmeldung.com
Risiko: Erhöht

„Ihr Paket liegt im Logistikzentrum!“ – Über eine Zollgebühr in die Phishing-Falle

Kategorie: Paketbetrug · Veröffentlicht: 13.7.2026 · Zuletzt aktualisiert: 22.7.2026

Kurzfassung

Worum geht es? Aktueller Betrugsfall, gemeldet von Watchlist Internet. Details siehe verlinkte Quelle.
Wer ist betroffen? Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland.
Wie hoch ist das Risiko? Erhöht

Warum wird gewarnt?

Diese Warnung wurde aufgenommen, weil sie auf einer Meldung von Watchlist Internet beruht. Sie soll andere Nutzerinnen und Nutzer vor dieser Betrugsmasche schützen. Das eingestufte Risiko ist erhöht.

So funktioniert die Betrugsmasche

  • Betroffene erhalten eine E-Mail, deren Absendername 'DPD' lautet und die mit 'Import-Eingang offen' betitelt ist.
  • Inhalt der Mail: Ein Paket mit Sendungsnummer liege im Logistikzentrum, eine Zollgebühr von 1,85 Euro sei fällig, Button 'Zollgebühr bezahlen', Frist 48 Stunden.
  • Der niedrige Betrag und die kurze Frist sollen zugleich Stress erzeugen und die Vorsicht senken.
  • Klick auf den Button öffnet ein Portal, das wie DPD aussieht, mit Adresse 'dpd.idverifyx.eu.cc'.
  • Dort wird ein angeblich 'vorübergehend eingeschränktes' Konto genannt, das durch eine Verifizierung freigeschaltet werden soll – angeblich innerhalb von 24 Stunden.
  • Das Opfer wählt aus 21 Banken seine Bank aus und wird auf eine nachgebaute Login-Seite der jeweiligen Bank weitergeleitet.
  • Gibt das Opfer dort seine Zugangsdaten ein, landen diese direkt bei den Kriminellen – damit haben sie Zugriff auf das Onlinebanking.

Woran erkennt man sie?

  • Absender heißt zwar 'DPD', die E-Mail stammt aber tatsächlich von einer brasilianischen Adresse (speedcopy.com.br) – der Absendername ist frei wählbar.
  • Kryptischer, alarmierender Betreff wie 'Import-Eingang offen', der neugierig machen soll.
  • Behauptung einer Zollgebühr von 1,85 Euro mit knapper Frist von 48 Stunden bis zur angeblichen Rücksendung.
  • Link führt auf die Domain 'dpd.idverifyx.eu.cc', die nichts mit DPD zu tun hat.
  • Auf dem Fake-Portal wird plötzlich ein 'vorübergehend eingeschränktes' Konto behauptet, das innerhalb von 24 Stunden per Identitätsverifizierung freigeschaltet werden soll.
  • Nur der 'Verifizieren'-Button funktioniert, alle anderen Links auf dem Fake-Portal sind tot.
  • Am Ende sollen Bank-Login-Daten auf einer nachgebauten Bank-Seite eingegeben werden.
  • Angebliche Zoll-/Zustellgebühr über einen Link

So schützt du dich

  • Klicke nicht auf Links in unerwarteten E-Mails. Logge dich stattdessen direkt beim Dienst ein und prüfe dort, ob tatsächlich etwas zu tun ist.
  • Im Zweifel beim echten Paketdienstleister nachfragen – zum Beispiel über die offizielle Webseite oder Hotline.
  • Falls bereits Daten eingegeben wurden: sofort die Bank kontaktieren und die Situation schildern.
  • Zugangsdaten zum Onlinebanking sofort ändern, falls noch möglich.
  • Konto in den nächsten Tagen und Wochen genau auf ungewöhnliche Bewegungen prüfen.
  • Anzeige bei der Polizei erstatten und dich bei der Verbraucherzentrale beraten lassen.

Was du auf keinen Fall tun solltest

  • Nicht auf den Button 'Zollgebühr bezahlen' oder 'Verifizieren' klicken.
  • Keine Online-Banking-Zugangsdaten auf der verlinkten Seite eingeben.
  • Die geforderte Zollgebühr nicht bezahlen – es gibt keinen echten Anspruch.
  • Nicht in Panik geraten, nur weil eine kurze Frist gesetzt wird – genau das beabsichtigen die Kriminellen.
  • Eine bereits erfolgte Daten-Eingabe nicht verschweigen – Bank und Polizei müssen informiert werden.

Häufige Fragen

Muss ich die 1,85 Euro Zollgebühr bezahlen?

Nein. Es handelt sich um eine Phishing-Falle. Es gibt kein echtes Paket und keine echte Zollgebühr – der niedrige Betrag soll nur dazu verleiten, unbedacht zu zahlen.

Woher haben die Betrüger:innen meine E-Mail-Adresse?

Das geht aus der Quelle nicht hervor. Bekannt ist nur, dass die Kriminellen Schwachstellen im E-Mail-System eines brasilianischen Unternehmens (Speedcopy) für den Versand missbrauchen.

Ist die Mail wirklich von DPD?

Nein. Der Absendername 'DPD' ist frei wählbar. Die tatsächliche Absenderadresse gehört zu einem brasilianischen Digitaldruck-Unternehmen und hat nichts mit DPD zu tun.

Was muss ich tun, wenn ich meine Bank-Daten bereits eingegeben habe?

Kontaktiere sofort deine Bank, schildere den Vorfall und ändere deine Zugangsdaten zum Onlinebanking. Beobachte dein Konto genau und erstatte Anzeige bei der Polizei. Lass dich zusätzlich von einer Verbraucherzentrale beraten.

Was passiert, wenn ich einfach nicht reagiere?

Wenn du nicht klickst und keine Daten eingibst, passiert in der Regel nichts Schlimmes – es geht kein Paket zurück, weil es das Paket gar nicht gibt. Lösche die Mail am besten und warne im Zweifel Personen, die denselben Absender sehen könnten.

Betroffene Daten

Kommentare

Noch keine Kommentare. Registrierte Nutzer können ihre Erfahrungen teilen.

Verwandte Warnungen

Originalquelle

Weitere Informationen findest du in der Originalquelle.

Watchlist Internet ↗

Aktualisierungshistorie

  • 22.7.2026Beschreibung aktualisiert
  • 13.7.2026Warnung aus offizieller Quelle aufgenommen