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Risiko: Erhöht

Betrugs-SMS zu Paketsendungen

Kategorie: Paketbetrug · Veröffentlicht: 6.7.2026 · Zuletzt aktualisiert: 22.7.2026

Kurzfassung

Worum geht es? SMS und E-Mails im Namen von Paketdiensten behaupten Zustellprobleme oder offene „Zollgebühren“ und verlinken auf Fake-Seiten oder verleiten zur Installation von Schadsoftware. Paketdienste verlangen keine Gebühren per SMS-Link.
Wer ist betroffen? Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland.
Wie hoch ist das Risiko? Erhöht

Warum wird gewarnt?

Diese Warnung wurde aufgenommen, weil sie auf einer Meldung von Verbraucherzentrale beruht. Sie soll andere Nutzerinnen und Nutzer vor dieser Betrugsmasche schützen. Das eingestufte Risiko ist erhöht.

So funktioniert die Betrugsmasche

  • Du bekommst eine SMS auf dein Handy, die vorgibt, von einem Paketdienst wie DHL, Hermes, DPD oder der Deutschen Post zu kommen.
  • In der SMS steht, dein Paket könne nicht zugestellt werden, es fehle eine Zollzahlung oder die Adresse müsse bestätigt werden.
  • Die SMS enthält einen Link, den du antippen sollst, um das angebliche Problem zu lösen.
  • Der Link führt auf eine gefälschte Webseite, die dem Login oder der Sendungsverfolgung echter Paketdienste nachempfunden ist.
  • Auf der gefälschten Seite wirst du aufgefordert, persönliche Daten, Anmeldedaten oder Zahlungsinformationen einzugeben.
  • Mit den erfassten Daten missbrauchen die Täter deine Identität, buchen Abos, tätigen Zahlungen oder verkaufen deine Daten weiter.

Woran erkennt man sie?

  • Du erhältst eine SMS von einem angeblichen Paketdienst, obwohl du kein Paket erwartest.
  • In der Nachricht steht, du sollst eine Sendung verfolgen, eine Zollgebühr oder eine fehlgeschlagene Zustellung bestätigen.
  • Die SMS enthält einen Link, der dich auf eine Webseite führen soll.
  • Die Nachricht erzeugt Zeitdruck (zum Beispiel 'innerhalb von 24 Stunden' oder 'sofort handeln').
  • Der Absender sieht ungewöhnlich aus und ist nicht die offizielle Nummer des Paketdienstes.
  • Die Webseite hinter dem Link wirkt wie der Login-Bereich eines Paketdienstes, hat aber eine andere URL.
  • Angebliche Zoll-/Zustellgebühr über Link zahlen
  • Aufforderung, eine App/Datei zu installieren

So schützt du dich

  • Klicke nicht auf Links in SMS, die angeblich von Paketdiensten stammen. Öffne stattdessen die Sendungsverfolgung direkt in der offiziellen App oder über die offizielle Webseite des Paketdienstes.
  • Prüfe den angeblichen Absender: Seriöse Paketdienste verschicken in der Regel keine SMS mit Zahlungsaufforderungen oder Login-Links an Unbekannte.
  • Sichere die betrügerische SMS mit einem Screenshot, bevor du sie löschst, damit du sie als Beweis vorlegen kannst.
  • Melde verdächtige SMS der Verbraucherzentrale über das Phishing-Radar und der Polizei, etwa über die Online-Wache.
  • Wenn du Daten auf einer solchen Seite eingegeben hast, ändere umgehend betroffene Passwörter und informiere deine Bank.
  • Kontaktiere bei Unsicherheit deine örtliche Verbraucherzentrale für eine persönliche Beratung.

Was du auf keinen Fall tun solltest

  • Klicke nicht auf den Link in der betrügerischen SMS und öffne keine unbekannten Anhänge.
  • Bezahle keine angeblichen Zollgebühren, Nachporto oder Kautionen, die per SMS gefordert werden.
  • Gib auf der verlinkten Seite keine persönlichen Daten, Login-Daten oder Kreditkarteninformationen ein.
  • Antworte nicht auf die SMS und schreibe nicht zurück, auch nicht um die Nachricht zu stoppen.
  • Lösche die SMS nicht sofort, bevor du sie als Beweis gesichert hast.

Häufige Fragen

Muss ich die geforderte Gebühr bezahlen?

Nein. Echte Paketdienste fordern Zahlungen fast nie per SMS und erst recht nicht über einen kurzen Link. Wenn du unsicher bist, prüfe den Status deiner Sendung direkt in der App oder auf der offiziellen Webseite des Paketdienstes.

Was passiert, wenn ich nicht reagiere?

In der Regel passiert nichts. Wenn tatsächlich ein Paket an dich unterwegs ist, findest du den Status in der offiziellen Sendungsverfolgung. Reagierst du nicht, verlieren die Betrümer lediglich die Chance, an deine Daten zu kommen.

Woher haben die Täter meine Handynummer?

Das lässt sich oft nicht genau sagen. Daten geraten über Datenlecks, illegale Adresshändler oder gekaufte Listen in Umlauf. Allein die Tatsache, dass du eine SMS erhältst, bedeutet nicht, dass ein konkreter Datenmissbrauch bei dir vorliegt.

Ich habe meine Daten eingegeben, was nun?

Ändere sofort die Passwörter betroffener Konten, insbesondere wenn du Zugangsdaten zu einem Paketkonto angegeben hast. Informiere deine Bank, wenn du Zahlungsdaten eingegeben hast, und erstatte Anzeige bei der Polizei. Die Verbraucherzentrale kann dich zudem beraten.

Wie erkenne ich eine echte SMS von einem Paketdienst?

Echte Paketdienste versenden SMS meist nur an Kunden mit aktivem Konto und benachrichtigen in der Regel über die eigene App. Forderungen mit Link oder Zahlungsaufforderungen per Kurznachricht sind ein starkes Warnzeichen für Smishing.

Betroffene Daten

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Originalquelle

Weitere Informationen findest du in der Originalquelle.

Verbraucherzentrale ↗

Aktualisierungshistorie

  • 22.7.2026Beschreibung aktualisiert, Merkmale ergänzt