Fake-Webseiten: Kriminelle kopieren den Online-Auftritt echter Hotels
Kurzfassung
Warum wird gewarnt?
Diese Warnung wurde aufgenommen, weil sie auf einer Meldung von Watchlist Internet beruht. Sie soll andere Nutzerinnen und Nutzer vor dieser Betrugsmasche schützen. Das eingestufte Risiko ist erhöht.
So funktioniert die Betrugsmasche
- Kriminelle kopieren den Webauftritt eines echten Hotels – Fotos, Texte, Impressum und sogar die Telefonnummer.
- Sie registrieren eine neue Domain mit ähnlichem Namen (z. B. babymio-tirol.com, dresdnerhuette.de, landhotel-wachau.de, hotel-seetal.de oder Salzburgerhof-dienten.com).
- Urlauber:innen finden die Seite – oft über Suchmaschinen – und wollen ein Zimmer anfragen.
- Statt einer Buchung ist nur ein Kontaktformular möglich, das nach An-/Abreisedatum, Vor- und Nachname, E-Mail und Telefonnummer fragt.
- Die Kriminellen speichern die eingegebenen Daten.
- Die Daten werden anschließend vermutlich für andere Betrügereien genutzt – nicht zwingend rund um das Hotel.
Woran erkennt man sie?
- Die Domain wurde erst kürzlich registriert (im konkreten Fall ganze Gruppen am 11.08.2026 oder 10.09.2026), während das echte Hotel seine Webseite schon lange hat.
- Auf der Fake-Seite kann man nichts direkt buchen, sondern nur eine Anfrage über ein Formular abschicken.
- Das Impressum stimmt auf den ersten Blick – genau das macht die Falle so gefährlich, weil Nachforschungen zunächst keinen Widerspruch zeigen.
- Die Seite wirkt im Vergleich zum Original lieblos und „aus dem Baukasten" – wer beide Seiten nebeneinander sieht, merkt den Unterschied sofort.
- Texte auf den Fake-Seiten brechen mitten im Satz ab.
- Gefälschte Domains ähneln dem echten Hotelnamen, sind aber nicht identisch.
- Gewinn ohne Teilnahme oder „Gratis“-Angebot mit Datenabfrage
- Vorauszahlung für „Gebühren/Steuern“ gefordert
So schützt du dich
- Wenn du Daten eingegeben hast: sei wachsam, mit hoher Wahrscheinlichkeit wirst du kontaktiert – auch zu völlig anderen Themen.
- Prüfe jede unerwartete Nachricht genau, bevor du klickst, antwortest oder Daten weitergibst.
- Hast du Geld überwiesen: kontaktiere sofort deine Bank und frag nach einer Rückbuchung.
- Erstatte Anzeige bei der Polizei, wenn du Daten oder Zahlungen weitergegeben hast.
- Sichere alle Belege (Screenshots, E-Mails, Chat-Verläufe), bevor du etwas löschst.
- Wende dich für eine erste Einschätzung an deine Verbraucherzentrale.
Was du auf keinen Fall tun solltest
- Reagiere nicht ungeprüft auf Links oder Anhänge in Mails, SMS oder Messenger-Nachrichten, die nach deiner Daten-Eingabe kommen.
- Schicke auf Nachfrage keine Ausweiskopien, Konto- oder Kartendaten an Unbekannte.
- Zahle nicht einfach „Reservierungsgebühren" oder Anzahlungen, die angeblich wegen deiner Anfrage fällig werden.
- Lösche keine Beweise wie Screenshots oder Nachrichten, die du noch brauchst.
- Gib nicht persönlich am Telefon weitere Daten preis, nur weil dein Name und deine Daten bekannt wirken.
Häufige Fragen
Muss ich zahlen, wenn meine Anfrage „angenommen" wird?
Auf den hier gemeldeten Fake-Seiten wird kein Geld verlangt – direkte Online-Buchungen sind gar nicht möglich. Kommt später dennoch eine Zahlungsaufforderung, die nichts mit dem Hotel zu tun hat: nicht zahlen, Beweis sichern und Bank bzw. Polizei informieren.
Was passiert, wenn ich meine Daten bereits eingegeben habe?
Sei wachsam. Die Kriminellen werden mit hoher Wahrscheinlichkeit versuchen, dich zu kontaktieren – der Betrug kann dann ein anderes Thema betreffen, zum Beispiel angebliche Gewinne, Paketdienste oder angebliche Bankmitarbeiter:innen.
Woher wissen die Kriminellen überhaupt, dass ich in dieses Hotel wollte?
Wissen müssen sie das nicht: Sie locken über die Hotel-Suche im Internet. Wer ein bestimmtes Hotel sucht, landet leichter auf der gefälschten Seite. Du wurdest also nicht persönlich ausgespäht.
Wie erkenne ich die echte Seite des Hotels?
Prüfe das Alter der Domain – die echte Seite besteht meist seit vielen Jahren. Im Vergleich zum Original wirken die Fake-Seiten lieblos und „aus dem Baukasten". Brechen Texte mitten im Satz ab, ist das ein weiteres Warnsignal.
Sollte ich Anzeige erstatten, auch wenn „nur" meine Daten abgeflossen sind?
Ja, besonders wenn du Daten weitergegeben oder Zahlungen getätigt hast. Die Polizei kann Hinweise bündeln, und du hast später einen Nachweis. Beratung bekommst du auch bei deiner Verbraucherzentrale.
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Originalquelle
Weitere Informationen findest du in der Originalquelle.
Watchlist Internet ↗Aktualisierungshistorie
- 18.9.2026Warnung aus offizieller Quelle aufgenommen