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Risiko: Erhöht

„Das ist Rufmord mit Gesundheitsrisiko"

Kategorie: Verbraucherwarnungen · Veröffentlicht: 15.9.2026 · Zuletzt aktualisiert: 16.9.2026

Kurzfassung

Worum geht es? Betrüger nutzen KI-generierte Videos mit dem Gesicht und der Stimme von Dr. Eckart von Hirschhausen, um im Netz vermeintliche Wundermittel zu verkaufen. Laut Recherche sind rund 4.700 solcher Fälschungen im Umlauf und erreichen Millionen Menschen über bezahlte Werbung. Die beworbenen Produkte können wirkungslos oder sogar gesundheitsgefährdend sein.
Wer ist betroffen? Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland.
Wie hoch ist das Risiko? Erhöht

Warum wird gewarnt?

Diese Warnung wurde aufgenommen, weil sie auf einer Meldung von Watchlist Internet beruht. Sie soll andere Nutzerinnen und Nutzer vor dieser Betrugsmasche schützen. Das eingestufte Risiko ist erhöht.

So funktioniert die Betrugsmasche

  • Kriminelle erstellen KI-Videos, in denen Gesicht und Stimme bekannter Personen wie Eckart von Hirschhausen täuschend echt wirken
  • Diese Videos werden als bezahlte Werbung auf großen Plattformen ausgespielt – laut Quelle allein in vier Wochen an rund 30 Millionen Menschen
  • Die beworbenen 'Wundermittel' richten sich oft an Menschen mit schweren Sorgen: Übergewicht, Diabetes, Gelenkschmerzen, Alter
  • Hinter den Anzeigen sitzen Callcenter mit professionellen Schulungsunterlagen und Verkaufsskripten, die laut Quelle sogar Anamnesegespräche imitieren
  • Betroffene bestellen und bezahlen Produkte, die in Wahrheit umetikettierte Insulin-Spritzen, verbotene Appetitzügler (z. B. Sibutramin) oder unkontrollierte Hormonpräparate sein können
  • Wer die Bezahlung stoppt oder kritische Fragen stellt, wird mit Druck und neuen Angeboten zum Weitermachen gebracht

Woran erkennt man sie?

  • Du siehst ein Video, in dem eine bekannte Person wie Dr. Eckart von Hirschhausen ein Wundermittel anpreist – das ist fast immer ein Deepfake
  • Die Werbung macht Angst und verspricht gleichzeitig sofortige Rettung, etwa '20 Kilo in drei Wochen' oder 'Diabetes über Nacht heilen'
  • Im Impressum stehen Phantasienamen statt einer echten Adresse
  • Die URL der Seite ist unnötig lang und kryptisch
  • Es geht um vermeintliche Abnehmspritzen, Appetitzügler oder Hormonpräparate ohne klare Qualitätskontrolle
  • Angeblich 'limitierte' oder 'exklusive' Rabatte, die nur per Klick sofort genutzt werden müssen
  • Gewinn ohne Teilnahme oder „Gratis“-Angebot mit Datenabfrage
  • Vorauszahlung für „Gebühren/Steuern“ gefordert

So schützt du dich

  • Bevor Du etwas bestellst: frag eine Person Deines Vertrauens – Arzt, Apotheker, Familie – und lies das Impressum genau
  • Suche unabhängige Informationen zu Produkt und Anbieter, etwa bei der Verbraucherzentrale
  • Lege mit Deiner Familie ein Codewort fest, um verdächtige Anrufe und Videos leichter zu erkennen
  • Wenn Du bereits gezahlt hast: stoppen sofort die Zahlung, informieren Deine Bank und erstatte Anzeige bei der Polizei
  • Sprich über den Vorfall – Schweigen ist das Kapital der Täter. Du bist nicht allein, auch einer Ärztin in der verlinkten Doku ist das passiert
  • Sichere Beweise: Screenshots der Anzeige, des Impressums, der URL, der Bestellbestätigung und aller Zahlungsbelege

Was du auf keinen Fall tun solltest

  • Bestelle oder bezahle nichts, bevor Du mit einer realen Person gesprochen hast
  • Setze wegen einer solchen Werbung keine ärztlich verordneten Medikamente ab
  • Schäme Dich nicht so sehr, dass Du den Vorfall verschweigst – genau darauf setzen die Täter
  • Klicke nicht spontan auf 'limitierte' Rabatte oder Countdown-Anzeigen, sondern prüfe in Ruhe

Häufige Fragen

Muss ich zahlen, wenn ich bereits bestellt habe?

Versuche sofort, die Zahlung über Deine Bank zu stoppen. Unberechtigte Forderungen musst Du nicht einfach hinnehmen. Wende Dich an Deine Bank und dokumentiere alles.

Wie erkenne ich, ob ein Video echt ist?

Achtet auf unrealistische Versprechen, prüfe das Impressum der beworbenen Seite und die URL. Selbst bekannte Gesichter können per KI gefälscht werden. Im Zweifel gilt: klingt es zu schön, um wahr zu sein, ist es das meistens auch.

Woher haben die meine Daten?

Das lässt sich oft nicht genau sagen. Datenlecks, frühere Bestellungen oder öffentliche Profile können eine Rolle spielen. Wichtig ist: Du kannst etwas dagegen unternehmen – Anzeige und Meldung an die Verbraucherzentrale helfen auch anderen.

Was mache ich, wenn ich das Produkt schon eingenommen habe?

Suche zeitnah ärztliche Hilfe auf und bringe das Produkt mit. Gerade bei Spritzen oder nicht deklarierten Wirkstoffen kann das wichtig sein.

An wen kann ich mich wenden?

Bei finanziellen Schäden: Polizei (Anzeige) und Bank. Bei Fragen rund um Verbraucherrechte: Verbraucherzentrale. Bei gesundheitlichen Sorgen: Hausarzt oder ärztlicher Bereitschaftsdienst 116117.

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Originalquelle

Weitere Informationen findest du in der Originalquelle.

Watchlist Internet ↗

Aktualisierungshistorie

  • 15.9.2026Warnung aus offizieller Quelle aufgenommen