Keine Panik: Zahlungsaufforderung vom Hansevia Forderungsmanagement ist ein Fake!
Kurzfassung
Warum wird gewarnt?
Diese Warnung wurde aufgenommen, weil sie auf einer Meldung von Watchlist Internet beruht. Sie soll andere Nutzerinnen und Nutzer vor dieser Betrugsmasche schützen. Das eingestufte Risiko ist erhöht.
So funktioniert die Betrugsmasche
- Du erhältst eine E-Mail mit alarmierendem Betreff wie 'letztmalige Zahlungsaufforderung' und einer Akten-/Fallnummer.
- Die Kriminellen geben persönliche Daten von dir an, um die Forderung glaubwürdig wirken zu lassen.
- Es wird behauptet, du hättest ein Dienstleistungsverhältnis mit 'Euromillion24' und eine offene Forderung von 4.400 Euro inklusive Mahn- und Verzugskosten.
- Mit dem Versprechen, bei rascher Zahlung würden die Mahn- und Verzugskosten entfallen, wird zusätzlicher Druck aufgebaut.
- Bei Nichtreagieren drohen die Betrüger mit dem 'vorgesehenen Rechtsweg' und mit einer Meldung an eine Wirtschaftsauskunftei wie die SCHUFA.
- Die geforderte Kontaktaufnahme soll 'unverzüglich' und nur schriftlich über WhatsApp erfolgen.
- In früher gemeldeten Fällen wurde die Zahlung per Direktüberweisung oder Paysafe Card verlangt – beides ist kaum rückholbar.
Woran erkennt man sie?
- Die 'Hansevia Forderungsmanagement GmbH' existiert in keinem Unternehmensregister; an der angegebenen Adresse befindet sich ein Einfamilienhaus
- Der angebliche Glücksspielanbieter 'Euromillion24' existiert nicht
- Die Kontaktaufnahme soll ausschließlich über WhatsApp erfolgen – kein seriöses Inkasso geht so vor
- Drohender Betreff wie 'letztmalige Zahlungsaufforderung' und persönliche Anrede mit Fall- bzw. Aktennummer
- Drohung mit Weiterleitung an die SCHUFA und mit gerichtlichen Schritten bei Nichtzahlung
- Gefordert wird eine 'unverzügliche' Reaktion unter Zeitdruck
- Die Masche wurde auch im Namen der ebenfalls nicht existierenden 'Kronberg Forderungsmanagement GmbH' gemeldet
- Gewinn ohne Teilnahme oder „Gratis“-Angebot mit Datenabfrage
So schützt du dich
- Forderung nicht bezahlen und auch nicht über WhatsApp antworten – die E-Mail ist frei erfunden.
- Beweise sichern: E-Mail, Screenshots und alle Angaben aufbewahren, nichts löschen.
- Deine Bank informieren und die Situation schildern; falls du bereits gezahlt hast, prüfen lassen, ob eine Kontosperre oder Rückbuchung möglich ist.
- Bei Zahlung per Paysafe Card sofort den Kundendienst von Paysafe kontaktieren und den Fall schildern.
- Anzeige bei der Polizei erstatten, da es sich um einen Betrugsversuch handelt.
- Bei Unsicherheit die Verbraucherzentrale um Einschätzung bitten und auch nach diesem Vorfall wachsam bleiben, weil deine Daten nun vermutlich für weitere Betrugsversuche genutzt werden.
Was du auf keinen Fall tun solltest
- Auf keinen Fall die geforderten 4.400 Euro zahlen – weder per Überweisung noch per Paysafe Card oder andere Zahlungsmittel.
- Nicht über WhatsApp auf die Forderung reagieren oder persönliche Daten bestätigen.
- Nicht in Panik geraten und nicht unter Zeitdruck handeln, weil angeblich gerichtliche Schritte drohen.
- Keine Links in der E-Mail öffnen oder Anhänge herunterladen.
- Die Drohung mit einem SCHUFA-Eintrag nicht ernst nehmen – eine echte SCHUFA-Meldung erfolgt nicht über eine solche Nachricht.
Häufige Fragen
Muss ich die 4.400 Euro bezahlen?
Nein. Die Forderung ist komplett erfunden, die genannte Firma 'Hansevia Forderungsmanagement GmbH' existiert nicht und es gibt kein echtes Dienstleistungsverhältnis mit 'Euromillion24'. Du bist nicht verpflichtet zu zahlen.
Was passiert, wenn ich nicht reagiere?
In aller Regel nichts, weil die Drohungen leer sind. Es gibt keinen echten Gläubiger, keine echte Forderung und kein anhängiges Verfahren. Antwortest du trotzdem nicht, kann dir nichts rechtlich Nachteiliges entstehen.
Woher haben die Betrüger meine Daten?
Sehr wahrscheinlich aus Datenlecks und Hacks, deren Datenpakete im Darknet gehandelt werden, oder aus früheren Phishing-Fallen, mit denen deine Daten bereits gesammelt wurden. Genau lässt sich die Herkunft meistens nicht mehr nachvollziehen.
Ich habe bereits bezahlt – was kann ich tun?
Wende dich sofort an deine Bank und schildere den Fall; sie kann prüfen, ob eine Sperre oder Rückbuchung möglich ist. Hast du per Paysafe Card gezahlt, kontaktiere den Paysafe-Kundendienst. Erstatte zusätzlich Anzeige bei der Polizei.
Ist die echte 'Hansevia GmbH' aus Kiel in den Betrug verwickelt?
Nein. Es gibt eine 'Hansevia GmbH' mit Sitz in Kiel, die im Facility Management, Sicherheits- und Personaldienstleistungen tätig ist. Sie hat mit dieser Betrugsmasche nichts zu tun und wurde nur als Namensvorlage missbraucht.
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Originalquelle
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Watchlist Internet ↗Aktualisierungshistorie
- 11.9.2026Beschreibung aktualisiert
- 10.9.2026Warnung aus offizieller Quelle aufgenommen