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Risiko: Erhöht

Kündigungsservice wie abo-abmelden.com können teuer werden

Kategorie: Verbraucherwarnungen · Veröffentlicht: 3.9.2026 · Zuletzt aktualisiert: 3.9.2026

Kurzfassung

Worum geht es? Kostenpflichtige Kündigungsservices wie abo-abmelden.com verlangen 40 Euro pro Kündigungsschreiben, zeigen diesen Preis auf einem alternativen Formular aber nicht klar an. Viele Nutzer:innen erfahren erst durch die Rechnung von den Kosten, weil die Kündigung sofort erstellt und versendet wird und ein Widerruf dann oft abgelehnt wird. Zusätzlich berichten manche, dass die Kündigung beim eigentlichen Anbieter gar nicht ankommt und das sitzt das Unternehmen in den USA.
Wer ist betroffen? Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland.
Wie hoch ist das Risiko? Erhöht

Warum wird gewarnt?

Diese Warnung wurde aufgenommen, weil sie auf einer Meldung von Watchlist Internet beruht. Sie soll andere Nutzerinnen und Nutzer vor dieser Betrugsmasche schützen. Das eingestufte Risiko ist erhöht.

So funktioniert die Betrugsmasche

  • Du suchst online nach einer Möglichkeit, ein Abo (Fitnessstudio, Zeitung, Streaming etc.) zu kündigen.
  • Du landest auf abo-abmelden.com und wählst deine Firma aus einer Liste aus.
  • Du füllst ein Formular aus, auf dem die 40 Euro Gebühr nicht klar ersichtlich sind.
  • Du klickst auf einen Button wie 'Jetzt bestellen' oder 'Weiter', ohne zu wissen, dass damit ein kostenpflichtiger Vertrag entsteht.
  • Die Kündigung wird sofort erstellt und an den eigentlichen Anbieter versendet.
  • Du erhältst eine Rechnung über 40 Euro – die Kosten siehst du oft erst hier.
  • Bei Nichtzahlung folgen Mahnschreiben mit Spesen oder sogar Forderungen von Inkassobüros.

Woran erkennt man sie?

  • Preis von 40 Euro pro Kündigungsschreiben wird auf einem alternativen Formular nicht transparent angezeigt
  • Kosten sind nur in den AGB versteckt, nicht im Bestellprozess
  • Bestellbutton ist nicht eindeutig mit 'zahlungspflichtig bestellen' beschriftet (z. B. 'Weiter', 'Jetzt bestellen', 'Anmelden')
  • Kündigung wird sofort und unaufgefordert erstellt und versendet – noch bevor du die Rechnung siehst
  • Widerruf wird mit Hinweis auf 'sofortige Leistungserbringung' häufig verweigert
  • Anbieter sitzt im Ausland (USA), was die Rückforderung erschweren kann
  • Mahnschreiben mit zusätzlichen Spesen bei Nichtzahlung
  • Berichte von Nutzer:innen, dass die Kündigung beim eigentlichen Anbieter gar nicht ankommt

So schützt du dich

  • Widerspreche schriftlich: Berufe dich auf die Button-Lösung und mache geltend, dass keine Zahlungspflicht entstanden ist.
  • Falls du schon gezahlt hast: Fordere den Betrag schriftlich zurück und reklamiere die Zahlung zusätzlich bei deiner Bank.
  • Lass dich von Mahnungen und Inkassodrohungen nicht einschüchtern. Wenn du widersprochen hast, sind weitere Forderungen rechtlich nicht durchsetzbar.
  • Versuche zuerst selbst zu kündigen – direkt beim Anbieter kostet es in der Regel nichts.
  • Lies vor der Bestellung die AGB, auch wenn es mühsam ist.
  • Recherchiere vorab Bewertungen anderer Nutzer:innen.
  • Wende dich für eine individuelle Einschätzung an deine Verbraucherzentrale.

Was du auf keinen Fall tun solltest

  • Nicht ungeprüft zahlen, wenn du nicht klar über die 40 Euro informiert wurdest.
  • Keine Mahngebühren oder Inkassospesen bezahlen, wenn du der Forderung bereits widersprochen hast.
  • Dich nicht vom ausländischen Firmensitz (USA) oder Drohungen abschrecken lassen.
  • Nicht auf einen nicht eindeutig beschrifteten Bestellbutton klicken, ohne die AGB zu lesen.
  • Nicht doppelt zahlen: Prüfe, ob deine Kündigung beim eigentlichen Anbieter angekommen ist, und kündige dort ggf. selbst noch einmal.

Häufige Fragen

Muss ich die 40 Euro bezahlen?

Wenn die Kosten auf der Website nicht klar erkennbar waren und der Bestellbutton nicht eindeutig als 'zahlungspflichtig bestellen' gekennzeichnet war, ist nach der Button-Lösung keine Zahlungspflicht entstanden. Du solltest schriftlich widersprechen.

Was passiert, wenn ich nicht reagiere oder nicht zahle?

Es können Mahnschreiben mit Spesen folgen. Lass dich nicht einschüchtern: Wenn du der Forderung widersprochen hast, sind weitere Mahnungen rechtlich nicht durchsetzbar und es dürfen keine Mahnkosten verlangt werden.

Woher haben die Anbieter meine Daten?

Du hast sie wahrscheinlich selbst im Formular auf abo-abmelden.com eingegeben. Das bedeutet aber noch nicht, dass du einen kostenpflichtigen Vertrag akzeptiert hast.

Kann ich bereits gezahltes Geld zurückbekommen?

Ja, du solltest den Betrag schriftlich zurückfordern und die Zahlung zusätzlich bei deiner Bank reklamieren.

Warum ist es schwierig, weil die Firma in den USA sitzt?

Ein ausländischer Firmensitz kann die Rückforderung komplizierter machen. Lass dich davon aber nicht abschrecken und setze deine Ansprüche schriftlich durch, ggf. mit Unterstützung deiner Verbraucherzentrale.

Betroffene Daten

Kommentare

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Originalquelle

Weitere Informationen findest du in der Originalquelle.

Watchlist Internet ↗

Aktualisierungshistorie

  • 3.9.2026Warnung aus offizieller Quelle aufgenommen