Wohnung günstig, Vermieter im Ausland? Achtung vor Kautionsbetrug
Kurzfassung
Warum wird gewarnt?
Diese Warnung wurde aufgenommen, weil sie auf einer Meldung von Watchlist Internet beruht. Sie soll andere Nutzerinnen und Nutzer vor dieser Betrugsmasche schützen. Das eingestufte Risiko ist erhöht.
So funktioniert die Betrugsmasche
- Ein Inserat mit einer besonders günstigen Wohnung in begehrter Lage wird online geschaltet.
- Auf eine Anfrage meldet sich eine angebliche Vermieterin (im genannten Fall unter dem Namen Katharina Koppensteiner).
- Sie begründet ihre verspätete Antwort und den günstigen Preis mit einer beruflichen Tätigkeit im Ausland (im Beispiel: Projekt in Bari, Italien).
- Sie gibt an, eine Immobilienagentur mit der Abwicklung beauftragt zu haben, da sie selbst nicht reisen könne.
- Für die angebliche Anmietung wird eine Kaution verlangt – im konkreten Fall 800 Euro.
- Nach der Überweisung bricht der Kontakt in der Regel ab und die Kaution ist verloren.
Woran erkennt man sie?
- Ungewöhnlich günstiger Mietpreis für eine begehrte Lage
- Vermieter gibt an, dauerhaft im Ausland zu sein und keine Besichtigung ermöglichen zu können
- Kaution wird vor jeder Besichtigung und vor einem seriösen Mietvertrag verlangt
- Behauptung, eine Immobilienagentur oder Plattform wickle den Vorgang ab
- Kommunikation läuft nur per E-Mail oder Messenger, persönlicher Kontakt wird hinausgezögert
- Fotos stammen möglicherweise aus echten Inseraten (gestohlen) – Rückwärtssuche kann das zeigen
- Gewinn ohne Teilnahme oder „Gratis“-Angebot mit Datenabfrage
- Vorauszahlung für „Gebühren/Steuern“ gefordert
So schützt du dich
- Überweise niemals eine Kaution, bevor du die Wohnung persönlich besichtigt hast und ein seriöser Mietvertrag vorliegt.
- Mache eine Rückwärtssuche der Wohnungsfotos, um zu prüfen, ob sie aus anderen Inseraten stammen.
- Hast du bereits gezahlt, kontaktiere sofort deine Bank und frage, ob die Zahlung gestoppt oder zurückgerufen werden kann.
- Sichere alle Beweise: Inserat, E-Mails, Nachrichten, Zahlungsbelege und Kontaktdaten der vermeintlichen Vermieterin.
- Erstatte Anzeige bei der Polizei und wende dich an die Verbraucherzentrale für Beratung.
Was du auf keinen Fall tun solltest
- Keine Kaution oder Reservierungsgebühr überweisen, bevor du die Wohnung gesehen hast.
- Dich nicht mit Ausreden wie Auslandsaufenthalt oder Krankheit abspeisen lassen.
- Keine persönlichen Daten wie Ausweiskopien oder Kontoinformationen vorab verschicken.
- Dich nicht auf die Existenz einer angeblichen Immobilienagentur verlassen, ohne sie unabhängig geprüft zu haben.
Häufige Fragen
Muss ich die verlangte Kaution zahlen?
Nein. Eine seriöse Kaution wird erst nach einer Besichtigung und nach Abschluss eines echten Mietvertrags fällig. In dem beschriebenen Fall existiert die Wohnung nicht – du würdest dein Geld verlieren.
Was passiert, wenn ich auf die Nachricht nicht reagiere?
Es passiert nichts. Es besteht kein echter Anspruch, da die Wohnung gar nicht existiert und die angebliche Vermieterin nicht erreichbar sein wird.
Woher haben die Betrüger meine Daten?
Das lässt sich nicht immer genau sagen. Daten können aus allgemeinen Inseraten-Antworten, sozialen Netzwerken oder früheren Datenlecks stammen.
Kann ich mein Geld zurückbekommen, wenn ich schon überwiesen habe?
Wende dich sofort an deine Bank und frage, ob die Überweisung noch gestoppt oder zurückgerufen werden kann. Danach solltest du Anzeige bei der Polizei erstatten.
Wie kann ich prüfen, ob die Wohnung wirklich existiert?
Nutze eine Rückwärtsbildsuche für die Fotos des Inserats und prüfe, ob diese aus anderen Angeboten stammen. Bestehe immer auf einer persönlichen Besichtigung, bevor du etwas zahlst oder unterzeichnest.
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Originalquelle
Weitere Informationen findest du in der Originalquelle.
Watchlist Internet ↗Aktualisierungshistorie
- 15.8.2026Beschreibung aktualisiert
- 14.8.2026Warnung aus offizieller Quelle aufgenommen