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Risiko: Erhöht

Eiskalte Werbelüge? EpiCooler, Coolizi & Co. sind keine Klimaanlagen!

Kategorie: Verbraucherwarnungen · Veröffentlicht: 13.7.2026 · Zuletzt aktualisiert: 23.7.2026

Kurzfassung

Worum geht es? Aktueller Betrugsfall, gemeldet von Watchlist Internet. Details siehe verlinkte Quelle.
Wer ist betroffen? Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland.
Wie hoch ist das Risiko? Erhöht

Warum wird gewarnt?

Diese Warnung wurde aufgenommen, weil sie auf einer Meldung von Watchlist Internet beruht. Sie soll andere Nutzerinnen und Nutzer vor dieser Betrugsmasche schützen. Das eingestufte Risiko ist erhöht.

So funktioniert die Betrugsmasche

  • Mit reißerischer Online-Werbung und emotionalen Geschichten werden Verbraucher:innen auf den Shop gelockt, besonders in der heißen Jahreszeit.
  • Die Produkte werden als revolutionäre Klimaanlage beworben, die ohne Installation sofort kühlt – für rund 140 Euro.
  • Nach der Bestellung und Zahlung (z. B. per Kreditkarte oder PayPal) kommt entweder gar keine Ware oder lediglich ein einfacher Ventilator.
  • Ein Ventilator kann einen Raum nicht herunterkühlen – das eigentliche Versprechen wird also nicht erfüllt.
  • Wer Widerruf oder Rückgabe verlangt, stößt laut Berichten auf langen Lieferzeiten, schlechten Kundenservice und Schwierigkeiten, sein Geld zurückzubekommen.
  • Die angeblichen Gütesiegel und Medienberichte auf der Seite sind frei erfunden und sollen Vertrauen vortäuschen.

Woran erkennt man sie?

  • Beworbene Klimaanlage für rund 140 Euro ohne Installation – das ist für eine echte Klimaanlage unrealistisch günstig.
  • Mehrere nahezu identische Shops mit ähnlichen Produktnamen (EpiCooler, Coolizi, Randaoma u. a.), die sich nur im Namen unterscheiden.
  • Emotionale Werbegeschichten, z. B. ein Techniker aus München, der wegen einer Hitzewelle angeblich ein revolutionäres Klimagerät entwickelt hat.
  • Aufdringliche Werbeaussagen wie „Die Branche möchte dieses Klimagerät geheim halten" oder „revolutionäres Klimagerät".
  • Viele angebliche Qualitätssiegel und Medienberichte auf der Seite, die sich als erfunden herausstellen.
  • Impressum weist auf ein Unternehmen im Ausland hin, obwohl mit deutscher Qualität geworben wird (möglicherweise Dropshipping aus China).
  • Beschwerden über lange Lieferzeiten, mangelhaften Kundenservice und schwer durchsetzbaren Widerruf.
  • Gewinn ohne Teilnahme oder „Gratis“-Angebot mit Datenabfrage

So schützt du dich

  • Prüfe vor dem Kauf das Impressum: Sitzt das Unternehmen im Ausland, obwohl mit deutscher Qualität geworben wird, ist Vorsicht geboten.
  • Suche nach Erfahrungsberichten auf vertrauenswürdigen Plattformen und lies vor allem die negativen Bewertungen.
  • Sichere Beweise: Screenshots der Produktseite, der Bestellbestätigung, der Werbeversprechen und der erhaltenen Ware.
  • Leite den Widerruf schriftlich beim Anbieter ein und verzichte auf eine Rücksendung auf eigene Kosten.
  • Bei Kreditkartenzahlung: fordere beim Kreditkartenunternehmen einen Chargeback mit dem Hinweis „falsche oder nicht vertragsgemäße Ware" an.
  • Bei PayPal-Zahlung: eröffne einen Konflikt im PayPal-Konto und beantrage den Käuferschutz.

Was du auf keinen Fall tun solltest

  • Nicht einfach die 140 Euro zahlen, wenn du das Produkt schon erhalten hast und es nicht hält, was die Werbung verspricht.
  • Nicht auf eigene Kosten die Ware zurückschicken, wenn der Anbieter das verlangt.
  • Nicht auf ausländische Bankverbindungen oder ungewöhnliche Zahlungswege (z. B. Kryptowährungen) eingehen.
  • Nicht auf angebliche Gütesiegel oder Medienberichte auf der Shop-Seite vertrauen, ohne sie unabhängig zu prüfen.
  • Nicht auf aggressive Werbung oder emotionale Geschichten hereinfallen – bleib skeptisch und recherchiere vorher.

Häufige Fragen

Muss ich die 140 Euro bezahlen, wenn ich nur einen Ventilator bekommen habe?

Nein. Du hast eine Klimaanlage bestellt und nur einen Ventilator bekommen – das ist eine nicht vertragsgemäße Lieferung. Lege schriftlich Widerruf ein und fordere dein Geld zurück.

Was passiert, wenn ich nicht reagiere?

Es besteht die Gefahr, dass die Zahlung bleibt wie sie ist und der Anbieter den Widerruf oder eine Rückzahlung weiter blockiert. Handle am besten schnell, sichere Beweise und nutze die Käuferschutz-Programme deines Zahlungsdienstes.

Woher haben die meine Daten?

Das lässt sich oft nicht eindeutig sagen. Möglich sind Datenlecks im Internet, gekaufte Adresslisten oder auch der Kauf nach einer Werbeanzeige in sozialen Netzwerken.

Bekomme ich mein Geld über PayPal oder Kreditkarte zurück?

Bei PayPal kannst du den Käuferschutz nutzen und vorher einen Konflikt melden. Bei Kreditkarte kannst du einen Chargeback beantragen mit dem Grund „falsche oder nicht vertragsgemäße Ware". Wende dich dazu direkt an dein Kreditkartenunternehmen.

An wen kann ich mich sonst noch wenden?

Du kannst dich an deine örtliche Verbraucherzentrale wenden, die dich kostenlos oder günstig beraten kann. Bei Verdacht auf Betrug kannst du außerdem Anzeige bei der Polizei erstatten.

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Originalquelle

Weitere Informationen findest du in der Originalquelle.

Watchlist Internet ↗

Aktualisierungshistorie

  • 23.7.2026Beschreibung aktualisiert
  • 13.7.2026Warnung aus offizieller Quelle aufgenommen