#10TageGegenPhishing: So enttarnen Sie verräterische Links
Kurzfassung
Warum wird gewarnt?
Diese Warnung wurde aufgenommen, weil sie auf einer Meldung von Watchlist Internet beruht. Sie soll andere Nutzerinnen und Nutzer vor dieser Betrugsmasche schützen. Das eingestufte Risiko ist erhöht.
So funktioniert die Betrugsmasche
- Du erhältst eine E-Mail oder SMS, die sich als Bank, Behörde oder bekanntes Unternehmen ausgibt.
- Es wird ein erfundenes Problem geschildert – etwa: Konto muss überprüft werden, Daten müssen bestätigt werden, eine Registrierung läuft ab.
- Die Nachricht enthält einen Button, der das Problem mit einem Klick lösen soll.
- Der Button wirkt auf den ersten Blick unverdächtig, führt aber auf ein gefälschtes Portal.
- Auf diesem Portal wirst du aufgefordert, Login-Daten, persönliche Informationen oder Online-Banking-Zugangsdaten einzugeben.
- Mit den erbeuteten Daten melden sich die Kriminellen später mit neuen Maschen bei dir oder missbrauchen deine Konten.
Woran erkennt man sie?
- Die per Mauszeiger oder Fingerdruck sichtbare Domain passt nicht zur angeblichen Absenderin (z. B. Bank oder Behörde).
- Die Adresse ist ein wildes Durcheinander aus Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen.
- Die Domain ist ungewöhnlich lang oder wirkt zusammengestückelt.
- Es wird ein Kurzlink-Dienst wie bit.ly genutzt, obwohl der Kontext bereits verdächtig ist.
- Der Domainname imitiert bekannte Anbieter, weicht aber durch Zusätze oder Zahlendreher ab (z. B. „meineoegkid1684…“ statt „oegk.at“).
- Die Nachricht erzeugt Druck mit angeblich dringenden Problemen, die per Button-Klick gelöst werden sollen.
- Unpersönliche Anrede und Zeitdruck
- Link auf eine externe Anmeldeseite
So schützt du dich
- Am Computer: Mauszeiger auf den Button bewegen und ein bis zwei Sekunden warten – die echte Weiterleitungsadresse erscheint automatisch.
- Am Smartphone: Finger ein bis zwei Sekunden auf den Button drücken und unbedingt auf dem Display lassen, damit nicht die Webseite geöffnet wird – die echte Domain wird daneben eingeblendet.
- Behörden und offizielle Stellen versenden niemals E-Mails oder SMS, die einen Link enthalten – bei solchen Nachrichten immer misstrauisch sein.
- Hast du Login-Daten eingegeben: sofort die betroffenen Passwörter ändern.
- War Online-Banking betroffen: sofort die Bank informieren und das Konto in den nächsten Wochen genau beobachten.
- Phishing-Nachrichten über das Meldeformular der Watchlist Internet melden, um andere zu schützen.
Was du auf keinen Fall tun solltest
- Den Button nicht anklicken, bevor du die echte Zieladresse nicht geprüft hast.
- Auf der erreichten Seite keine Login-Daten, persönlichen Daten oder Bank-Zugangsdaten eingeben.
- Eine geforderte Zahlung oder „Bestätigung“ nicht einfach leisten, nur weil die Nachricht Druck macht.
- Die Nachricht nicht ignorieren, wenn du bereits Daten eingegeben hast – handle schnell und ändere Passwörter.
- Den Finger auf dem Smartphone nicht sofort wieder vom Display nehmen, sonst wird der Link geöffnet.
Häufige Fragen
Muss ich etwas bezahlen, wenn ich auf so einen Link geklickt habe?
Phishing-Mails fordern meistens keine direkte Zahlung, sondern Daten. Gibst du keine Daten ein und klickst nur, passiert oft nichts Schlimmes. Solltest du aber doch Daten eingegeben haben, ändere sofort deine Passwörter und informiere gegebenenfalls deine Bank.
Woher haben die Kriminellen meine Daten?
Das lässt sich meistens nicht genau sagen. Daten stammen häufig aus früheren Datenlecks, von gehackten Webseiten oder werden im Internet gehandelt. Auch wenn deine Daten „nur“ aus dem Telefonbuch stammen, kannst du Ziel werden.
Wie erkenne ich, wohin der Link wirklich führt?
Am Computer: Mauszeiger ohne Klick auf den Button halten. Am Smartphone: Finger ein bis zwei Sekunden auf den Button drücken und nicht loslassen. Dann erscheint die echte Adresse neben dem Cursor oder Button.
Was soll ich tun, wenn ich meine Daten bereits eingegeben habe?
Ändere sofort die Passwörter der betroffenen Konten. War ein Bankkonto betroffen, informiere umgehend deine Bank und beobachte dein Konto in den nächsten Wochen auf ungewöhnliche Bewegungen. Du kannst dich außerdem an die Verbraucherzentrale wenden.
Soll ich die Phishing-Nachricht löschen oder melden?
Am besten beides: Lösche die Nachricht nach dem Melden aus deinem Postfach und melde sie über das Meldeformular der Watchlist Internet, damit andere gewarnt werden können.
Betroffene Daten
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Originalquelle
Weitere Informationen findest du in der Originalquelle.
Watchlist Internet ↗Aktualisierungshistorie
- 12.10.2026Beschreibung aktualisiert
- 10.10.2026Warnung aus offizieller Quelle aufgenommen