Anlagebetrug mit Promi-Namen: Gefälschter oe24-Artikel lockt in die Falle
Kurzfassung
Warum wird gewarnt?
Diese Warnung wurde aufgenommen, weil sie auf einer Meldung von Watchlist Internet beruht. Sie soll andere Nutzerinnen und Nutzer vor dieser Betrugsmasche schützen. Das eingestufte Risiko ist erhöht.
So funktioniert die Betrugsmasche
- Kriminelle verbreiten über Werbung oder Social Media einen gefälschten Artikel im Design von oe24.
- Der Artikel behauptet, Armin Wolf habe aufgedeckt, dass die Raiffeisen Bank International einen 'Weg zum Reichtum' bewusst verschweige.
- Als Lösung wird die Anlageplattform 'Golvurikenz' präsentiert, die mithilfe künstlicher Intelligenz automatisch handeln soll.
- Die Geschichte eines angeblichen Nutzers namens 'Thomas' mit über 10.000 Euro Gewinn sowie Expert:innen-Zitate und positive Kommentare sollen Vertrauen schaffen.
- Interessierte sollen nur 275 Euro einzahlen, der Rest laufe angeblich automatisch. Vorher werde eine professionelle telefonische Beratung angeboten.
- Die Kriminellen bauen am Telefon Vertrauen auf, entkräften Einwände und drängen auf schnelle Einzahlungen.
- Wer einmal einzahlt, wird typischerweise zu weiteren, immer höheren Einzahlungen gedrängt – oft mit dem Versprechen, so könne man Gewinne oder bereits eingezahltes Geld zurückholen.
Woran erkennt man sie?
- Prominente wie Armin Wolf oder Banken wie Raiffeisen werben in echten Medien nie für unbekannte Anlageplattformen.
- Die Internetadresse der Nachrichtenseite ähnelt nur scheinbar der echten oe24-Seite – prüfe genau die URL.
- Es werden extrem hohe Gewinne bei minimalem Einsatz versprochen (über 10.000 Euro mit nur 275 Euro Einsatz).
- Eine angebliche Erfolgsgeschichte eines Nutzers namens 'Thomas' soll Glaubwürdigkeit erzeugen.
- Versprechen wie 'Künstliche Intelligenz übernimmt alles' oder 'keine Vorkenntnisse nötig' sind typische Lockmittel.
- Vor der Einzahlung wird eine telefonische 'Beratung' angeboten – dabei wird professionell Druck aufgebaut.
- Zahlreiche positive Kommentare und angebliche Expert:innen-Aussagen im Artikel sind frei erfunden.
- Gewinn ohne Teilnahme oder „Gratis“-Angebot mit Datenabfrage
So schützt du dich
- Prüfe die Internetadresse genau: Gib sie manuell ein und vergleiche sie mit der echten Seite von oe24.
- Suche vor jeder Einzahlung den Namen der Plattform bei der FMA und bei Watchlist Internet, um zu prüfen, ob sie als betrügerisch gemeldet ist.
- Lass dich nicht unter Druck setzen – lege auf, wenn du am Telefon zu schnellen Entscheidungen gedrängt wirst.
- Hast du bereits Geld überwiesen: Kontaktiere sofort deine Bank oder dein Kreditkartenunternehmen und bitte um Rückbuchung.
- Erstatte Anzeige bei der Polizei und melde die Plattform bei der FMA sowie bei Watchlist Internet.
- Sichere alle Beweise: Screenshots des Artikels, Chat-Verläufe, Telefonnummern und Kontobewegungen.
Was du auf keinen Fall tun solltest
- Zahle die geforderten 275 Euro oder weitere Beträge nicht ein – egal wie überzeugend die Story klingt.
- Reagiere nicht auf Versprechen, du könntest durch eine weitere Einzahlung angebliche Gewinne oder dein Geld zurückbekommen.
- Gib am Telefon keine persönlichen Daten, Ausweiskopien oder Zugangsdaten zu Online-Banking preis.
- Klicke nicht auf Links in dubioser Werbung oder unaufgefordert zugesandten Nachrichten zu Investments.
- Vertraue nicht auf angebliche Expert:innen-Aussagen oder positive Kommentare im gefälschten Artikel.
Häufige Fragen
Muss ich die 275 Euro zahlen?
Nein. Die Forderung ist Teil einer Betrugsmasche. Es gibt keine echte Verpflichtung, irgendetwas zu zahlen. Seriöse Banken fordern nie auf diese Weise Einzahlungen auf unbekannten Plattformen.
Woher haben die Kriminellen meine Daten?
Das lässt sich oft nicht genau sagen. Daten stammen häufig aus Datenlecks, öffentlich zugänglichen Profilen in sozialen Netzwerken oder werden willkürlich generiert. Eine seriöse Begründung für den Erstkontakt ist das nicht.
Was passiert, wenn ich nicht reagiere?
In der Regel passiert nichts Schlimmes, wenn du die Nachricht ignorierst und nicht bezahlst. Seriöse Anbieter drohen nicht per Nachricht. Melde den Vorfall trotzdem bei Watchlist Internet, um andere zu warnen.
Wie erkenne ich eine gefälschte Nachrichtenseite?
Achte auf die URL in der Adressleiste – schon kleine Abweichungen (Buchstaben, Endungen wie .xyz statt .at) sind verdächtig. Klicke Menüpunkte an: funktionieren nur wenige oder führen sie ins Leere, ist die Seite meist gefälscht.
Kann ich mein Geld zurückbekommen?
Die Chancen sind oft begrenzt. Wichtig ist, sofort die Bank oder das Kreditkartenunternehmen zu informieren und eine Rückbuchung zu versuchen. Zusätzlich solltest du Anzeige bei der Polizei erstatten und die Plattform der FMA melden.
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Watchlist Internet ↗Aktualisierungshistorie
- 13.7.2026Warnung aus offizieller Quelle aufgenommen