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Risiko: Erhöht

Zwei Fallen in einer: Wie Kriminelle ihre Opfer mit Fake-Jobs und Krypto-Investmentbetrug ausnehmen

Kategorie: Investmentbetrug · Veröffentlicht: 27.8.2026 · Zuletzt aktualisiert: 27.8.2026

Kurzfassung

Worum geht es? Kriminelle kombinieren zwei bekannte Betrugsmaschen: Erst locken sie mit einem vermeintlichen Heimarbeits-Job, später leiten sie dasselbe Opfer in einen angeblichen Krypto-Investmentbetrug weiter. Über gefälschte Plattformen und persönliche 'Assistent:innen' werden Betroffene dazu gebracht, immer mehr eigenes Geld einzuzahlen – eine Auszahlung findet nie statt.
Wer ist betroffen? Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland.
Wie hoch ist das Risiko? Erhöht

Warum wird gewarnt?

Diese Warnung wurde aufgenommen, weil sie auf einer Meldung von Watchlist Internet beruht. Sie soll andere Nutzerinnen und Nutzer vor dieser Betrugsmasche schützen. Das eingestufte Risiko ist erhöht.

So funktioniert die Betrugsmasche

  • Du erhältst ein Jobangebot für Heimarbeit (im dokumentierten Fall über 'handmadeshops.net') mit hohen Verdienstversprechen.
  • Ein:e persönliche:r 'Assistent:in' wird dir per Messenger zugeteilt und weist dir Aufgaben zu.
  • Für erledigte Aufgaben wird angeblich Lohn auf ein Userkonto gutgeschrieben – dieses Guthaben existiert jedoch nicht wirklich.
  • Mit der Zeit werden die Aufgaben größer und teurer. Du sollst die Differenz zum eigenen Guthaben selbst überweisen.
  • Wenn du eine Auszahlung verlangst, werden angebliche 'Gebühren' und 'Steuern' erfunden, die du vorab zahlen sollst.
  • Sobald du angibst, kein Geld mehr zu haben, wird dir ein angeblich sicheres Krypto-Investment angeboten und du wirst an eine neue 'Mentorin' bzw. eine neue Plattform (z. B. 'Z-Cash') weitergeleitet.
  • Dort beginnt das gleiche Spiel: Einzahlungen werden verlangt, Auszahlungen werden mit immer neuen Abgaben blockiert – potenziell endlos.

Woran erkennt man sie?

  • Jobangebot über Messenger mit Versprechen auf hohen Verdienst bei wenig Aufwand und freier Zeiteinteilung
  • Persönliche:r 'Assistent:in' wird zur Einarbeitung zugewiesen und weist laufend neue Aufgaben zu
  • Das angebliche Guthaben auf dem Userkonto steigt, aber Auszahlungen werden ständig mit neuen 'Gebühren' und 'Steuern' blockiert
  • Du sollst eigenes Geld nachschießen, um angeblich lukrative Aufgaben abschließen zu können
  • Sobald kein Geld mehr da ist, wird dir plötzlich ein 'sicheres' Krypto-Investment über eine neue Plattform (z. B. Z-Cash, fullzcash.vip) angeboten
  • Überweisungen sollen auf private Konten von Privatpersonen im Ausland erfolgen
  • Druck, Hab und Gut zu verkaufen, Kredite aufzunehmen oder Geld im Freundes- und Bekanntenkreis zu leihen
  • Garantierte oder überdurchschnittliche Renditen

So schützt du dich

  • Zahle kein weiteres Geld – weder für 'Gebühren', 'Steuern' noch für angebliche Investitionen. Eine Auszahlung wird nicht kommen.
  • Beende den Kontakt sofort und blockiere die Ansprechpersonen in Messenger und Telefon.
  • Erstatte Anzeige bei der Polizei und sichere vorher alle Chatverläufe, Zahlungsbelege und Plattformnamen als Beweis.
  • Informiere deine Bank über den Vorfall und schildere die Situation.
  • Sei wachsam vor 'Recovery Scams': Kriminelle behaupten später, dein verlorenes Geld gegen eine kleine Gebühr zurückholen zu können.
  • Wende dich bei Unsicherheit an deine örtliche Verbraucherzentrale für eine Beratung.

Was du auf keinen Fall tun solltest

  • Überweise kein Geld, um angebliche 'Gebühren' oder 'Steuern' für eine Auszahlung zu begleichen.
  • Verkaufe nicht dein Eigentum und nimm keine Kredite auf, um weiter einzahlen zu können.
  • Leihe dir kein Geld von Freund:innen oder Bekannten, um damit weitere 'Investitionen' zu tätigen.
  • Lasse dich nicht auf private Bankkonten im Ausland überweisen – dabei handelt es sich vermutlich um Konten für Geldwäsche (sogenannte Money Mules).
  • Gehe nicht auf spätere Angebote ein, die dir eine 'Rückholung' des verlorenen Geldes versprechen.

Häufige Fragen

Bekomme ich mein Geld jemals zurück?

Die Chance auf eine Rückbuchung ist laut Watchlist Internet praktisch bei null. Du solltest dennoch sofort deine Bank informieren und Anzeige bei der Polizei erstatten.

Wofür sind die angeblichen 'Gebühren' und 'Steuern'?

Diese Kosten existieren nicht wirklich. Sie werden nur erfunden, um dich zu weiteren Zahlungen zu bringen. Eine Auszahlung wird es nicht geben.

Woher haben die Kriminellen meine Daten?

Das lässt sich meist nicht genau nachvollziehen. Daten gelangen oft über Datenlecks, gestohlene Adressbücher oder frei im Netz verfügbare Kontaktdaten an Kriminelle.

Warum soll ich auf private Konten im Ausland überweisen?

Es liegt nahe, dass es sich um Konten von Mittäter:innen oder sogenannten 'Money Mules' handelt, die für Geldwäsche genutzt werden. Damit würdest du dich selbst strafbar machen können.

Was ist ein 'Recovery Scam' und warum sollte ich aufpassen?

Kriminelle melden sich später gezielt bei früheren Opfern und behaupten, das verlorene Geld gegen eine kleine Gebühr zurückholen zu können. Das ist eine weitere Falle – zahl auch hier nichts.

Betroffene Daten

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Verwandte Warnungen

Originalquelle

Weitere Informationen findest du in der Originalquelle.

Watchlist Internet ↗

Aktualisierungshistorie

  • 27.8.2026Warnung aus offizieller Quelle aufgenommen