Steuerausgleich da? Vorsicht vor gefälschten Finanzamt-Mails
Kurzfassung
Warum wird gewarnt?
Diese Warnung wurde aufgenommen, weil sie auf einer Meldung von Watchlist Internet beruht. Sie soll andere Nutzerinnen und Nutzer vor dieser Betrugsmasche schützen. Das eingestufte Risiko ist erhöht.
So funktioniert die Betrugsmasche
- Du erhältst eine E-Mail, die angeblich vom Finanzamt oder von FinanzOnline stammt.
- Variante 1: Die Mail behauptet, dass deine Einkommensteuererklärung 2025 noch eine Identitätsbestätigung braucht – sonst verzögere sich die Rückzahlung.
- Variante 2: Die Mail teilt mit, dass deine Steuererklärung geprüft und zur Auszahlung freigegeben sei. Du musst nur noch deine Daten bestätigen.
- Du klickst auf den Link in der Mail und landest auf einer gefälschten Seite, die wie FinanzOnline aussieht.
- Du gibst dort persönliche Daten wie Name, Adresse und Bankdaten ein – diese landen direkt bei Kriminellen.
- Manchmal folgt danach eine weitere Seite, die eine 'Zahlungsbestätigung' verlangt. Was wie eine Bestätigung aussieht, kann tatsächlich eine echte Zahlung auslösen.
- Deine gestohlenen Daten werden für weitere Betrugsversuche genutzt – zum Beispiel für Phishing, Kontobetrug oder Betrug in deinem Namen.
Woran erkennt man sie?
- Absender wirkt ungewöhnlich, zum Beispiel 'Ihre Agentur' statt einer offiziellen Finanzamt-Bezeichnung
- Mail behauptet, dass für die Einkommensteuererklärung 2025 eine zusätzliche Identitätsbestätigung nötig sei
- Mail kündigt eine Steuerrückerstattung an und fordert zur Bestätigung von Daten auf, bevor Geld ausgezahlt wird
- Drohung mit Verzögerung der Rückerstattung, um Druck aufzubauen
- Link führt nicht auf die echte Seite finanzonline.bmf.gv.at, sondern auf eine ähnlich aussehende Fake-Domain
- Aufforderung, persönliche Daten wie Name, Adresse oder Bankverbindung über einen Link einzugeben
- Forderung nach Bargeld/Wertsachen am Telefon
- Massiver emotionaler Druck und Geheimhaltung
So schützt du dich
- Klicke nicht auf Links in unerwarteten E-Mails, auch wenn sie plausibel klingen.
- Rufe FinanzOnline immer selbst über die offizielle Adresse finanzonline.bmf.gv.at im Adressfeld auf und prüfe, ob dort tatsächlich eine Nachricht vorliegt.
- Halte den Link auf dem Handy gedrückt oder fahre mit der Maus darüber, um die echte Webadresse zu sehen – Abweichungen sind ein Warnzeichen.
- Frag im Zweifel direkt beim Finanzamt nach, ob die Nachricht echt ist.
- Hast du bereits Daten eingegeben: Informiere sofort deine Bank, damit Karten oder Zugänge gesperrt werden können.
- Erstatte Anzeige bei der Polizei und bleibe besonders wachsam für weitere verdächtige Nachrichten oder Anrufe.
Was du auf keinen Fall tun solltest
- Klicke nicht auf Links in Mails, die unerwartet kommen oder einen Sachverhalt schildern, den du nicht kennst.
- Gib keine persönlichen Daten, Bankdaten oder Zugangsdaten auf Seiten ein, die du über einen Mail-Link erreicht hast.
- Bezahle nichts, nur weil eine Mail es behauptet – das Finanzamt verschickt keine Zahlungsaufforderungen per E-Mail mit Links.
- Ignoriere den Vorfall nicht, falls du bereits Daten eingegeben hast – handle schnell und informiere Bank und Polizei.
- Lösche verdächtige Mails nicht sofort, ohne sie zu prüfen – sichere sie als Beweis (Screenshot, Absender, Link).
Häufige Fragen
Muss ich auf die Mail reagieren oder etwas bezahlen?
Nein. Das österreichische Finanzamt verschickt keine Mails mit Links, über die du Daten bestätigen oder Zahlungen freigeben sollst. Reagiere nicht und bezahle nichts.
Woher haben die Kriminellen meine Daten?
Das lässt sich nicht immer genau sagen. Daten können aus früheren Datenlecks, illegalen Adresshandel oder anderen Quellen stammen. Auch wenn du selbst nichts preisgegeben hast, kann deine Adresse im Umlauf sein.
Ich habe bereits auf den Link geklickt und Daten eingegeben – was nun?
Informiere sofort deine Bank, damit Konten, Karten oder Zugänge gesperrt werden können. Erstatte zusätzlich Anzeige bei der Polizei. Sei in der Folge besonders wachsam bei ungewöhnlichen Nachrichten oder Anrufen.
Wie erkenne ich, ob eine FinanzOnline-Mail echt ist?
Echte Nachrichten findest du, wenn du FinanzOnline direkt über deinen Browser über die offizielle Adresse finanzonline.bmf.gv.at aufrufst. Im Zweifel frag beim Finanzamt direkt nach. Offizielle Mails fordern dich nicht auf, über einen Link sensible Daten einzugeben.
An wen kann ich mich bei Verdacht wenden?
Bei Unsicherheit hilft die Verbraucherzentrale oder die Watchlist Internet weiter. Bei Datenverlust oder finanziellem Schaden solltest du die Polizei informieren und deine Bank kontaktieren.
Betroffene Daten
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Originalquelle
Weitere Informationen findest du in der Originalquelle.
Watchlist Internet ↗Aktualisierungshistorie
- 9.9.2026Beschreibung aktualisiert
- 8.9.2026Warnung aus offizieller Quelle aufgenommen